Familienwochenende Tag 2 - Fahrt mit der Autofähre
Nachdem wir schon am ersten Tag am Bodensee in Überlingen waren und den Vormittag im Affenberg Salem verbracht hatten hat es uns am Nachmittag nach Konstanz gezogen.
Doch schon bevor wir eigentlich dahin unterwegs waren stellte sich die Frage wie wir nach Konstanz kommen sollten oder viel mehr wollten. Wir konnten uns entscheiden zwischen einer Anreise mit dem Auto über Stockach und vorbei an Singen, oder mit dem Auto von Meersburg aus mit der Autofähre. Alternativ gab es aber auch die Personenfähre in Meersburg. Letztendlich entschieden wir uns für die Autofähre, denn eine Schiffsfahrt war ohnehin noch geplant für einen anderen Tag und die Parkgebühren in Meersburg wären einfach zu teuer gewesen.
So fuhren wir dann vom Affenberg aus wieder zurück nach Salem, durch Bermatingen und dann quer durch Felder und Wälder bis wir die Stadt Meersburg vor uns sahen. Schon diese Stadt entzückte uns, doch wir wollten nach Konstanz und nahmen und vor Meersburg an einem anderen Tag zu erkunden. So ging es dann durch die Altstadt, die Serpentinen hinunter, bis zur großen Zufahrt zur Autofähre. Zu dem Zeitpunkt fuhren die Fähren alle 30 Minuten, so dass wir nicht sehr lange warten mussten und in der Zwischenzeit die Boote auf dem Bodensee betrachten konnten.
Nun war es dann jedoch so weit, die Fähre war da und wir mussten auffahren. Keiner von uns war je zuvor auf einer Fähre, zumindest nicht mit dem Auto, so wurde auch schon dies zu einem kleinen Erlebnis. Enge "Gassen" und Passagiere die quer über die Parkplätze wanderten machten es für einen Anfänger nicht gerade leicht, doch letztendlich hatten wir unseren Platz gefunden und mussten das Auto verlassen. Kaum einen Stock weiter oben angekommen heulten auch schon die Motoren der Fähre auf und das ganze Schiff vibrierte - nur meine Mutter, die erstarrte und wollte am liebsten gleich wieder an Land. Aber zu spät, die Fähre hatte schon abgelegt und fuhrt recht schnell auf den See hinaus.
Während der Überfahrt wanderten wir auf der Fähre von vorne nach hinten oder auch auf das oberste Deck das nur über eine Leiter zu erreichen war. Dort blieben wir aber nicht lange. Der Tag war zwar recht warm, aber auf der Fähre ging ein fürchterlich kalter Wind. Der Ausblick jedoch, den man von der Fähre hatte war fantastisch. Meersburg im Rücken verschwand langsam wären Konstanz nur erst sehr klein zu sehen bzw. zu erahnen war. Nebenher begleiteten uns bzw. die Fähre zahlreiche Möwen die von anderen Passagieren in der Luft gefüttert wurden. Nun verging die Zeit sehr schnell. Konstanz kam immer näher und wir begaben uns wieder zurück zum Auto.
Auch hier wieder begann das Schiff kräftig zu vibrieren und man spürte förmlich die Kurve die es durchfuhr. Ein kleiner Rums, wenige Sekunden später verstummten die Motoren und die Fähre hatte angelegt. Nun konnte unsere Tour durch Konstanz beginnen.
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